Bürgerentscheid zu 175m hohen Windanlagen kommt

Mit Hilfe vieler Unterschriften aus dem Dorf haben wir ein Bürgerbegehren gegen die neuerdings geplanten 175m hohen Anlagen durchgeführt. Das Bürgerbegehren ist nun von der Kommunalaufsichtsbehörde des Kreises Segeberg für zulässig erklärt worden.

Das heißt: wir Groß Niendorfer/innen können jetzt selbst durch einen Bürgerentscheid darüber abstimmen, ob es bei der im Städtebaulichen Vertrag festgeschriebenen Maximalhöhe von 150m bleiben soll oder nicht.
Bis zu dieser Abstimmung (Bürgerentscheid) ist es der Gemeindevertretung nicht erlaubt, den Städtebaulichen Vertrag, der derzeit eine maximale Höhe von 150m festschreibt, alleine zu ändern!

Herzlichen Dank für die zahlreiche Unterstützung!

mehr lesen (Bürgerinfo vom 10.03.2018)

Noch höhere Windkraftanlagen in Groß Niendorf?

Durch Nachfrage bei der Genehmigungsbehörde (LLUR) haben wir erfahren, dass die WKN AG plant – anstelle der bisher geplanten drei 150 m hohen Windkraftanlagen – zwei 175 m hohe Windräder zu errichten.

 

Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist mit 157,38 m hoch, der Segeberger Fernmeldeturm 133 m hoch, der Neverstavener Fernmeldeturm (Klingberg) 134 m. Die vier bestehenden Tralauer Windräder haben eine Höhe von 100 m.


Die LGN lehnt die Verschandelung Groß Niendorfs durch riesige Windanlagen ab. Egal, ob diese 150 m oder 175 m hoch sind.


Wir fragen uns: wie stehen die anderen Wählergemeinschaften zu den neuen Plänen der WKN AG?

Am 20.2.2018 wird die WKN AG in einer Einwohnerversammlung (um 20 Uhr in Rickert`s Gasthof) ihre neuen Windkraft-Pläne darstellen.

 

Wir hoffen auf das Erscheinen zahlreicher Groß Niendorfer, die sich mit den Plänen kritisch befassen wollen und der Gemeindevertretung klar signalisieren, dass unser schönes Dorf weiter lebenswert bleiben soll!

Mehr lesen (Flugblatt vom 17.02.2018)

2016 bringt Umweltverträglichkeitsprüfung für geplante Windanlagen

Die LGN informiert in Ihrem Flugblatt zum Jahreswechsel über den Stand des Verfahrens zum geplanten Neubau der Windkraftanlagen im Ortsgebiet.

2016 wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt.

Lesen Sie mehr…

 

LGN Fraktion als einzige in der Gemeindevertretung gegen erneutes Einvernehmen zu Windanlagen

Am 17.09.2015 stand in der Gemeindevertretung erneut das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung von drei Windanlagen auf der Tagesordnung.

Obwohl Bürgermeister Fahrenkrog in der Bürgerfragestunde deutlich machte, dass nach aktuellen Berechnungen für die Gemeinde bestenfalls sehr geringe Einnahmen zu erwarten sind, stimmten die Gemeindevertreter/innen der AWGN,  GNUV und AKPV geschlossen für das Einvernehmen zur Errichtung der Anlagen. Nach den Worten von Fahrenkrog ist auch nicht damit zu rechnen, dass Bürger von Groß Niendorf über ein sogenanntes „Bürgerwindrad“ von den Anlagen profitieren können.

Für die LGN verlas der Fraktionsvorsitzende Dirk Dombrowski eine umfangreiche Stellungnahme und begründete die geschlossene Ablehnung mit den Belastungen, die auf die Bürger Groß-Niendorfs, den Naturschutz und das Landschaftsbild zukommen. Zugleich machte Dombrowski deutlich, dass die LGN intensiv an einer Gegendarstellung zu dem von der WKN vorgelegten Artenschutzgutachten arbeitet.

Das neue gemeindliche Einvernehmen stand auf der Tagesordnung, weil die WKN die Windanlagen nicht mehr mit 3,0 MW sondern nun mit größeren 3,3 MW Generatoren errichten möchte. Es wird behauptet, dass sich dadurch die Belastung für die Bürger nicht erhöhen soll. Andererseits ist trotzdem nicht mit einem höheren Energieertrag zu rechnen…

Plakat Pflanzenbörse 2015Nachdem die Pflanzenbörse in den beiden letzten Jahren so viel Anklang fand, laden wir – die Wählergemeinschaft „Lebenswertes Groß Niendorf“ –
auch in diesem Herbst zum Pflanzentausch und Grün-Schnack ein.
Kommen Sie zum Platz hinter dem Dörpshus und bringen Sie Ihre überzähligen Gartenschätze mit, wie z.B. Stauden, Stecklinge, Ableger, Samen oder auch Gartendeko.
Es finden sich mit Sicherheit viele freudige Abnehmer.
Sie können Ihre Schätze verschenken, für kleines Geld verkaufen oder direkt gegen andere Pflanzen tauschen.
Vielleicht haben Sie auch einfach Lust auf ein Kräuterquiz, oder einen Klönschnack unter Hobbygärtnern bei Kaffee und Kuchen?
Kommen Sie vorbei und schauen Sie sich um!

 

LGN klar gegen Fracking

Auch im Bereich des Amtsbezirkes Leezen ist von einer norwegischen Firma beantragt worden, dass dort nach Kohlenwasserstoffen (Erdöl, Erdgas) gesucht werden darf.

Die LGN spricht sich klar gegen eine solche Aufsuchungsgenehmigung aus. Aus unserer Sicht gibt es in unserer schönen Region keinen Platz für die Ausbeutung von Öl und Gas, erst recht nicht mit der Methode des Fracking!

Zu groß sind nach unserer Auffassung mögliche Schäden für Natur und unser lebenswichtiges Grundwasser.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurde auch unsere Gemeinde (Bürgermeister Fahrenkrog) dazu befragt. Die LGN-Fraktion hat dem Bürgermeister dazu diese Stellungnahme zukommen lassen.

Mit Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass zu diesem wichtigen Thema keine gesonderte Gemeindevertretersitzung einberufen wurde.

 

2. LGN Pflanzenbörse 28.09.2014

Der große Erfolg der Pflanzenbörse im letzten Jahr hat uns ermuntert, den Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern in Groß Niendorf erneut die Möglichkeit zum Pflanzentausch und Grün-Schnack anzubieten.

Herbstzeit ist Gartenzeit

Hecken, Büsche und Sträucher werden gekürzt, Blumenzwiebeln gesetzt, Stauden geteilt. Es wird ein- und umgepflanzt. Leider wandert dabei so manche Pflanze auf den Kompost. Haben Sie Pflanzen, für die in Ihrem Garten kein Platz mehr ist, aber zum Wegwerfen sind sie viel zu schade? Dann bringen Sie Ihre Ableger, Stauden, Kräuter, Zwiebeln, Blumensamen oder auch Gartendeko mit, sicherlich findet sich auf der Pflanzenbörse am 28.09.2014 (13-16 Uhr, achtern Dörpshus) ein freudiger Abnehmer.

Mehr Infos

Kurzmitteilung

Bürgerinfo Oktober 2013

Die aktuelle Bürgerinfo der LGN wurde an alle Haushalte in Groß Niendorf verteilt.

Die Themen sind:

  • Stand des Genehmigungsverfahrens: Windräder
  • Was schreibt die AWGN aktuell zum Bürgerbegehren?
  • Bürgerwindrad
  • Breitband
  • Pflanzenbörse

Zum Flugblatt geht es hier: Flugblatt vom 30.10.2013

Pflanzenbörse

Herbstzeit – Anpackzeit für den Hobbygärtner.

Hecken, Büsche und Sträucher werden gekürzt, Blumenzwiebeln gesetzt, Stauden geteilt. Es wird ein- und umgepflanzt. Leider wandert dabei so manche Pflanze auf den Kompost. Haben Sie Pflanzen, für die in Ihrem Garten kein Platz mehr ist, aber zum Wegwerfen sind sie viel zu schade? Dann bringen Sie Ihre Ableger, Stauden, Kräuter, Zwiebeln, Blumensamen oder auch Gartendeko mit, sicherlich findet sich auf der Pflanzenbörse ein freudiger Abnehmer.
Oder Sie haben einfach Lust auf einen Klönschnack unter Hobbygärtnern, ein Kräuterquiz, eine Waffel oder einen Kaffee? Kommen Sie vorbei und schauen Sie sich um!

Mehr Infos

Travenbrück: Erneut Rotmilan von Windrad erschlagen

Ein außergewöhnliches Naturschauspiel war am letzten Wochenende über der Feldmark zwischen Groß-Niendorf und Tralau an der Kreisgrenze Segeberg-Stormarn zu beobachten. Am Freitag suchten insgesamt 18 wohl überwiegend auf dem Durchzug befindliche Rotmilane in diesem Bereich nach Nahrung. In dem Gebiet stehen die vier Tralauer Windkraftanlagen, die von den Vögeln regelmäßig passiert bzw. überflogen wurden.

Am Samstag suchte ein Anwohner, der die Rotmilane am Vortag beobachtet hatte, die Windkraftanlagen auf. Seine böse Vorahnung wurde bereits an der ersten kontrollierten Anlage traurige Wirklichkeit. Ein Rotmilan lag tot am Fuß des Turms.

Daraufhin wurde der NABU informiert, dessen Greifvogelexperte Dr. Hans Wirth sich selbst ein Bild vor Ort machte. Bei der Kollision waren dem Milan der Kopf und ein Teil des linken Flügels abgetrennt worden, aus den Wunden trat noch Körperflüssigkeit aus. Obwohl der Vogel frischtot war, konnten die fehlenden Körperteile trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Wahrscheinlich waren diese schon von anderen sich dort aufhaltenden Greifvögeln abtransportiert worden (während der Anwesenheit vor Ort 4 Rotmilane und 4 Mäusebussarde).

Greifvogelexperte Dr. Wirth mit dem von dem Windrad erschlagenen Rotmilan

Greifvogelexperte Dr. Wirth mit dem von dem Windrad erschlagenen Rotmilan

Bei dem Rotmilan handelte es sich um einen männlichen Altvogel, der seine Mauser fast abgeschlossen hatte. Die Schwanzfedern des frischen Gefieders sind in dieser Jahreszeit besonders intensiv rot gefärbt. Der Vogel hatte eine stattliche Spannweite von 1,58 m.

Nach 2009 ist dieses bereits der zweite Rotmilan, der an dieser Windkraftanlage (V 14081) zu Tode gekommen ist. 2012 waren bei der Ernte zudem bereits stark mumifizierte Reste von zwei weiteren Rotmilanen in diesem Windpark gefunden worden. Insgesamt sind bisher also mindestens vier Rotmilane an den Windkraftanlagen in Tralau umgekommen.

Nach dem Mäusebussard (233) ist der Rotmilan die Greifvogelart, die am häufigsten an Windkraftanlagen zu Tode kommt. In der von der staatlichen Vogelschutzwarte Brandenburg für Deutschland geführten Datenbank sind bisher 193 Todesfälle von Rotmilanen an Windkraftanlagen dokumentiert. Aus Schleswig-Holstein waren bisher lediglich 3 Kollisionsopfer gemeldet worden. Da es sich in Regel um Zufallsfunde handelt, ist von erheblich mehr Todesopfern auszugehen. Eine kürzlich vorgelegt Studie aus Brandenburg kam zu dem Ergebnis, dass jährlich zwischen 3 und 4 % des Gesamtbestandes dieses Bundeslandes an Windkraftanlagen verunglücken.

Der Rotmilan ist ein seltener Brutvogel Schleswig-Holsteins. Die landesweite Bestandsaufnahme 2011/2012 ergab einen Bestand von 130-150 Brutpaaren, davon ca. 15 im Kreis Stormarn und ca. 20 im Kreis Segeberg.

Bei einer weiteren Kontrolle am späten Sonntagnachmittag stellte Wirth in dem Gebiet mindestens 63 Rotmilane fest! Dabei handelt es sich vermutlich um die größte bisher festgestellte Ansammlung dieser Art in der Schleswig-Holsteinischen Kulturlandschaft. Über die Herkunft der Vögel kann nur spekuliert werden. Rotmilane leben außerhalb der Brutzeit gesellig. Es könnte sich um eine Ansammlung heimischer Vögel handeln, es könnten aber auch Vögel aus Schweden und Dänemark auf dem Weg in Winterquartier in Südwest-Europa sein. Bei der erneuten Kontrolle der Windkraftanlagen wurde glücklicherweise kein weiteres Todesopfer gefunden.

Wenn die in der Nachbarschaft geplanten zusätzlichen Windräder des „Windparks Groß Niendorf“ mit ihren 114m Rotoren bereits stehen würden, dann wäre die Wahrscheinlichkeit für solch traurige Funde natürlich umso größer.